2. Integrationskonferenz: IvAF-Projekte stellen sich vor / Landesregierung kündigt „Integrationsmoderatoren“ an
Auf der zweiten Integrationskonferenz des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ (siehe hier) haben sich neben etlichen anderen Arbeitsmarktakteuren auch die vier niedersächsischen IvAF-Projekte präsentiert und aktiv an den Werkstatt-Foren teilgenommen. So konnte eine Vertreterin von FairBleib Südniedersachsen-Harz darstellen, wie in ihrem Netzwerk vorbildhaft eine Förderkette vom Spracherwerb bis zur Einmündung in Arbeit oder Ausbildung funktionieren kann. In dem Forum „Wege in Arbeit“ konnte die Mitarbeiterin der Handwerkskammer Hannover, die im IvAF-Netzwerk AZF3 mitwirkt, vor dem Hintergrund jahrelanger Erfahrungen und positiver Fallbeispiele in den Vorgängerprojekten erläutern, dass mit Unterstützung der Netzwerke eine Integration in die Handwerksberufe gelingen kann.
Nach Ansicht des Flüchtlingsrat Niedersachsen fanden in dem Format der Integrationskonferenz die Geflüchteten selber leider nur wenig Platz. So wäre z.B. ein Forum sinnvoll gewesen, in dem Flüchtlinge über ihre Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt, mit der Schule oder dem Übergang in die Ausbildung berichten. Erfahrungen, die bei der Planung von Förderketten und Abläufen für den besseren Zugang zum Arbeitsmarkt sicher sinnvollerweise zu berücksichtigen wäre.
Die niedersächsische Staatskanzlei kündigte zudem die Einrichtung sog. „Integrationsmoderatoren“ an, die Unternehmen unterstützen sollen, Flüchtlinge in den Betrieben aufzunehmen, siehe dazu auch die Presseinformation der nds. Staatskanzlei vom 06.06.2016 hier.